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Die Aktie von BMW verlor seit dem letzten Hoch von ~73 € in den letzten Wochen zwischenzeitlich mehr als 30% an Wert. Trotz dieses enormen Rückgangs steht die Aktie des Automobilherstellers damit wesentlich besser da, als so manche Großbank, welche ebenfalls im deutschen Leitindex DAX gelistet wird.
Daher sei der Blick auf eine eher unbekannte Art der Chartanalyse, beziehungsweise der Einstiegsfindung gewidmet. Dem Swingtrading.
In dieser Chartanalyse von BMW können 3 sehr wichtige Chartmarken am Aktienkurs ausgemacht werden und zudem zeitgleich 2 Signale der Indikatoren zu Rate gezogen werden. Doch der Reihe nach.
Seit dem Tief vom 12. September 2011 bei 49€ konnte der Aktienkurs von BMW wieder an Zug gewinnen und überbot damit das letzte markante Zwischenhoch bei 57,50€. Dies ist der erste Fingerzeig, dass es eine einetzende Bodenbildung geben kann, denn in den Grundzügen ist die Dow-Theorie eines Trends verletzt. Auf Hochs sollen in einem Abwärtstrend nur tiefere Hochs bei tieferen Tiefs folgen. Bodenbildung?
Zudem schaffte es der Kurs von BMW erstmalig seit dem 1. August 2011 wieder über den gleitenden Durchschnitt der 21er-Periode. Dieser eher schnell reagierende EMA wird meist in einer Bodenbildung mehrmals gebrochen. Mit den Schlusskursen oberhalb dieser Marke von derzeit 54,85€ sind die erst Schritte in Richtung Mini-Boden gemacht.
Der dritte Aspekt. Die Tiefs vom 6. September und 12. September wurden stets wieder aufgekauft und es kam zu keinem Schlusskurs unter dem Tief von 50€. Es finden sich aktuell in dieser Region, im Chart durch das lila Rechteck hervorgehoben, immer wieder Käufer, welche sich für das Papier von BMW interessieren.
Doch auch die im Chart angezeigten Oszillatoren sprechen für eine kleine Gegenbewegung in Richtung 60€, vielleicht gar 65€. Positive Signale liefern dabei sowohl der RSI als auch der MACD. Letzterer vor allem auf Grund des Kreuzens von Signallinie und Histogramm im unteren Bereich am 29. August – im Chart durch ein rotes Viereck hervorgehoben.
Zugleich zeigt auch der RSI auf Grund der Divergenzbewegung zum Chart eine kleine Bodenbildung an. Durch die blauen Okay-Handzeichen im Chart hervorgehoben, kann man deutlich sehen, dass sich der RSI keine neuen Tiefs anzeigt, obwohl die Kurse teilweise deutlich unter dem des 9. August 2011 lagen. Dieses Ausbilden von Divergenzen kann ebenfalls leicht bullisch gedeutet werden.
Der Tradingansatz beinhaltet nun folgendes. Mit einem Rückgang des Kurses auf ein Niveau von etwa 52€ kann bei einem Stopp von 49€ ein Einstieg gewagt werden. Dabei wird der sogenannt Schwung (Swingtrading) des Kurses ausgenutzt, in dem man in dem vorliegenden Fall auf eine Ausbildung der berühmten Schulter-Kopf-Schulter-Formation spekuliert. Da es sich bei dieses Trades um das Abgreifen eines Trends an der tiefsten, für das Money- und Risikomanagement nur erträumbaren Stelle handelt und dieses Vorgehen höchst spekulativ ist, darf man trotz des Traum-R von 4 nicht gierig werden und mit dem Stopp bei kleinen Depots maximal 1% des Wertes riskieren, bei größeren Depots umso weniger Prozente.
Handeln Sie stets rational!
Offenlegung gemäss Paragraf 34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert derzeit nicht investiert.
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